Fussball-Legenden

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    • tsgfan schrieb:

      Bolzano schrieb:

      Fussball-Legende wird 60
      Weshalb der und kein 100. Geburtstag von Fritz Walter am 31.10. und 75. Geburtsatg von Gerd Müller morgen als Überschrift? ;c
      Gerd Müller, dem Bomber der Nation, nachträglich Glückwunsch zum 75. Geburtstag am 3.11.20

      Es gab keine Feierstunde, keinen Empfang für den ehemaligen Bomber der Nation. Das lag nicht aber nicht an den Corona bedingten Absagen, die heute so viele Events ereilt. Es lag daran, daß Gerd Müller seit sechs Jahren an Demenz erkrankt ist und seit sechs Jahren in einem Pflegeheim lebt. Die heimtückische Krankheit hat das geschafft, was die stärksten Abwehrreihen der Welt nicht vermochten - sie hat ihn eisern in den Griff genommen.

      Gerd Müller war ein Phänomen. Das Land der Mittelstürmer - Seeler, Klinsmann, Völler, Fischer, Hrubesch, Dieter Müller, Klose - nie hat es einen Mittelstürmer wie Gerd Müller gehabt. Eine Zahl - 68 Tore in 62 Länderspielen. In 62(!!) Spielen. Mit 365 Toren in 427 Bundesligaspielen ist Gerd Müller unerreicht.
      Müller war nicht besonders schnell. Er war kein Dribbler. Aber Müller war ein Stürmer mit einem ganz excellenten Spielverständnis, mit einer unfassbaren Gier Tore zu erzielen. Und er machte sie aus allen Positionen mit allen Körperteilen. Am 17.06.1970 spielte Deutschland im Halbfinale der Weltmeisterschaft gegen Italien. Es steht 3:2 für die Italiener in der Verlängerung und ein Ball fliegt in den Fünfer der Italiener. Was soll schon passieren, fragt man sich. Zwei Italiener im Fünfer, Torwart Albertosi ist auch noch da und Regisseur Rivera steht am Torpfosten. Und dann kommt Müller aus dem Nichts und der Ball ist im Tor und Rivera(wunderbar zu sehen auf Fotos und Wiederholungen) beisst ins Netz. Das gibt es doch nicht. Doch - nichts war sicher, wenn Müller in der Nähe war. Absolut nichts.

      Der FC Bayern hatte eine tolle Mannschaft in den 60er und 70ern - Maier, Beckenbauer, Breitner, Schwarzenbeck, Hoeness unter anderen. Ohne Müller`s Tore wäre der FC Bayern niemals eine Weltmacht geworden. Beckenbauer hatte das genau erkannt und oft gesagt, daß Bayern ohne Müller nichts geworden wäre. Der Wert des Bombers für Bayern und für die Nationalelf war schier unermesslich.

      Ich habe den Bomber oft live gesehen und Müller machte auch gegen jede Mannschaft seine Tore und man mag mir glauben. Aber Müller war eben Müller und in der Retroperspektive - es war ein Privileg ihn zu sehen, auch wenn man als Fan des rivalisierenden Vereines oft genug schmerzhafte Gegentore einstecken musste. 03.04.

      Müller ging nach der Zeit in München in die Soccer League in den USA. Als er zurück kam, war der Bomber alkoholkrank. Und wollte lange Zeit sich nicht eingestehen, daß er ein Problem hatte. Es war das Verdienst seiner Frau Uschi und von Uli Hoeness, daß er aus dieser Nummer wieder heraus kam. Und anschliessend lange, lange Jahre Assistenztrainer bei den Bayern wurde. Er kehrte dahin zurück, wohin er gehörte - auf den Platz. Dort war er zu Hause, dort war sein Platz.

      Gerd Müller war ein Schweiger, er überliess anderen das Reden. Die grossen Auftritte jenseits des Spielfeldes. Auf dem Spielfeld gab er die Antworten, war er der King. Eine Jahrhundertfigur als Stürmer. Weltmeister und Europameister. Deutscher Meister und Pokalsieger. Gewinner von europäischen Pokalen. X mal Torschützenkönig der Bundesliga und Torschützenkönig der Weltmeisterschaft 1970. Müller war einfach eine Tormaschine.

      Gerd Müller ist nun in einem Heim und im Griff dieser heimtückischen Krankheit. Seine Erinnerung an seine grossen Zeiten ist weg, aber meine Erinnerung an den Bomber (und sicherlich die Erinnerung vieler anderer meiner Generation) der Nation ist frisch und lebendig.
      Annette, Carina, Doris, Helgart, Karin und Karin, Katja, Susanne und Susanne, Bärbel, Bianca, Monika, Miriam, Soleine, Guendolee, Astrid, Birgit, Charlotte Peter und Peter, Pitter, Jens und Jens, Robert, Marcus, Markus, Rainer, Reiner, Alexander, Sacha, Drazen, Musa, Gregory, Walther, Willy, Addy, "Cowboy", Harry, Mario, Hartmut Dragana :love: und Andrea <3
    • Bolzano schrieb:

      tsgfan schrieb:

      Bolzano schrieb:

      Fussball-Legende wird 60
      Weshalb der und kein 100. Geburtstag von Fritz Walter am 31.10. und 75. Geburtsatg von Gerd Müller morgen als Überschrift? ;c
      Gerd Müller, dem Bomber der Nation, nachträglich Glückwunsch zum 75. Geburtstag am 3.11.20
      Es gab keine Feierstunde, keinen Empfang für den ehemaligen Bomber der Nation. Das lag nicht aber nicht an den Corona bedingten Absagen, die heute so viele Events ereilt. Es lag daran, daß Gerd Müller seit sechs Jahren an Demenz erkrankt ist und seit sechs Jahren in einem Pflegeheim lebt. Die heimtückische Krankheit hat das geschafft, was die stärksten Abwehrreihen der Welt nicht vermochten - sie hat ihn eisern in den Griff genommen.

      Gerd Müller war ein Phänomen. Das Land der Mittelstürmer - Seeler, Klinsmann, Völler, Fischer, Hrubesch, Dieter Müller, Klose - nie hat es einen Mittelstürmer wie Gerd Müller gehabt. Eine Zahl - 68 Tore in 62 Länderspielen. In 62(!!) Spielen. Mit 365 Toren in 427 Bundesligaspielen ist Gerd Müller unerreicht.
      Müller war nicht besonders schnell. Er war kein Dribbler. Aber Müller war ein Stürmer mit einem ganz excellenten Spielverständnis, mit einer unfassbaren Gier Tore zu erzielen. Und er machte sie aus allen Positionen mit allen Körperteilen. Am 17.06.1970 spielte Deutschland im Halbfinale der Weltmeisterschaft gegen Italien. Es steht 3:2 für die Italiener in der Verlängerung und ein Ball fliegt in den Fünfer der Italiener. Was soll schon passieren, fragt man sich. Zwei Italiener im Fünfer, Torwart Albertosi ist auch noch da und Regisseur Rivera steht am Torpfosten. Und dann kommt Müller aus dem Nichts und der Ball ist im Tor und Rivera(wunderbar zu sehen auf Fotos und Wiederholungen) beisst ins Netz. Das gibt es doch nicht. Doch - nichts war sicher, wenn Müller in der Nähe war. Absolut nichts.

      Der FC Bayern hatte eine tolle Mannschaft in den 60er und 70ern - Maier, Beckenbauer, Breitner, Schwarzenbeck, Hoeness unter anderen. Ohne Müller`s Tore wäre der FC Bayern niemals eine Weltmacht geworden. Beckenbauer hatte das genau erkannt und oft gesagt, daß Bayern ohne Müller nichts geworden wäre. Der Wert des Bombers für Bayern und für die Nationalelf war schier unermesslich.

      Ich habe den Bomber oft live gesehen und Müller machte auch gegen jede Mannschaft seine Tore und man mag mir glauben. Aber Müller war eben Müller und in der Retroperspektive - es war ein Privileg ihn zu sehen, auch wenn man als Fan des rivalisierenden Vereines oft genug schmerzhafte Gegentore einstecken musste. 03.04.

      Müller ging nach der Zeit in München in die Soccer League in den USA. Als er zurück kam, war der Bomber alkoholkrank. Und wollte lange Zeit sich nicht eingestehen, daß er ein Problem hatte. Es war das Verdienst seiner Frau Uschi und von Uli Hoeness, daß er aus dieser Nummer wieder heraus kam. Und anschliessend lange, lange Jahre Assistenztrainer bei den Bayern wurde. Er kehrte dahin zurück, wohin er gehörte - auf den Platz. Dort war er zu Hause, dort war sein Platz.

      Gerd Müller war ein Schweiger, er überliess anderen das Reden. Die grossen Auftritte jenseits des Spielfeldes. Auf dem Spielfeld gab er die Antworten, war er der King. Eine Jahrhundertfigur als Stürmer. Weltmeister und Europameister. Deutscher Meister und Pokalsieger. Gewinner von europäischen Pokalen. X mal Torschützenkönig der Bundesliga und Torschützenkönig der Weltmeisterschaft 1970. Müller war einfach eine Tormaschine.

      Gerd Müller ist nun in einem Heim und im Griff dieser heimtückischen Krankheit. Seine Erinnerung an seine grossen Zeiten ist weg, aber meine Erinnerung an den Bomber (und sicherlich die Erinnerung vieler anderer meiner Generation) der Nation ist frisch und lebendig.
      Ich habe die Bayern seit ihrem Aufstieg 1965 in die Bundesliga mit im Fokus, obwohl ich Anhänger von 1860 bin. Ich habe viele Auswärtsspiele der Bayern live gesehen...wo Maier, Beckenbauer und Müller die Garanten für die Erfolge des FC Bayern waren. Beim ersten Europapokalgewinn der Landesmeister 1974 in Brüssel und beim WM-Finale 1974 (letztes Müller-Länderspiel!)war ich live dabei.
      Unter der Woche gewinnt der FC Bayern in der Champions League bei Tottenham Hotspur 7:2!!!
      Er ist gegen uns am 05.10.2019 (7. Spieltag) haushoher Favorit, aber wir schaffen die Sensation und gewinnen in unserer 12. Bundesligasaison zum ersten Mal in der Allianz Arena mit 2:1 durch zwei Tore von Adamyan. Bisher haben wir in München nur zwei Unentschieden erzielt 2014 3:3 und 2016 1:1 :X
    • Freut mich für Dich, dass Du das mitgenommen hast. :X Ich auch.

      Das kann einem Keiner mehr nehmen....Die Erinnerungen an wunderbare Fussballzeiten.....anders und viel entspannter als der verrückte Mist um den heutigen Profifussball. :Bier:
      Annette, Carina, Doris, Helgart, Karin und Karin, Katja, Susanne und Susanne, Bärbel, Bianca, Monika, Miriam, Soleine, Guendolee, Astrid, Birgit, Charlotte Peter und Peter, Pitter, Jens und Jens, Robert, Marcus, Markus, Rainer, Reiner, Alexander, Sacha, Drazen, Musa, Gregory, Walther, Willy, Addy, "Cowboy", Harry, Mario, Hartmut Dragana :love: und Andrea <3
    • Du scheinst noch zu jung zu sein, um da Vergleiche ziehen zu können. Sei Dir verziehen :)
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    • 1899Bursche schrieb:

      Wen es interresiert ein Filmbeitrag über kleines Dickes Müller
      Sehr schön :X

      Übrigens kommt heute nachmittag um 13:30 Uhr Im BR ein Film "Der Bomber" über Gerd Müller zum 75. Geburtstag.

      Kann man danach auch in der Mediathek sehen.
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    • tsgfan schrieb:

      100. Geburtstag von Fritz Walter ;c
      Gerne, nachträglich zum 100. Jahrestag seiner Geburt am 31.10.20

      "Politisch ist es Konrad Adenauer, wirtschaftlich ist es Ludwig Erhard. Und mental ist es Fritz Walter". So sagte der berühmte Historiker Joachim Fest nach der Frage, wer denn der Gründungsvater der Bundesrepublik gewesen sei. Fritz Walter wäre am 31.10.20 100 Jahre alt geworden. Fritz Walter war schon zu Lebenszeiten eine Legende. Meister mit dem FC Kaiserslautern 1951 und 1953, Vizemeister 1948, 1954 und 1955. Die legendäre Elf vom Betzenberg mit den Walter Brüdern, mit Kohlmeyer, mit Eckel und Liebrich(allesamt später Weltmeister) war nicht nur der Schrecken der Oberliga Südwest, sondern das Aushängeschild des frühen Nachkriegsfussballes. Fritz Walter war Kapitän dieser Mannschaft, Kopf dieser Mannschaft. Genialer Dirigent und unerbittlicher Torjäger. Und eben das war er auch für die Nationalmannschaft. Im späten Herbst seiner Karriere - Fritz Walter war 33 Jahre alt als die WM in der Schweiz statt fand - hatte er seine grössten Tage. Unvergessen die Forderung eines Zeitgenossen, man möge den 04.07.(Tag des Endspieles gegen Ungarn) zum "Fritz Walter Tag" machen. Was natürlich übertrieben war, dann hätte man auch über einen "Sepp Herberger Tag" oder einen "Helmut Rahn Tag" sprechen dürfen.

      Fritz Walter hätte - wenn denn alles normal gelaufen wäre - niemals auf dem Rasen von Bern stehen dürfen. 1939 machte der Junge aus Kaiserslautern sein erstes Länderspiel und seine besten Jahre als Fussballer wurden ihm durch den grossen Krieg und die Nachkriegswirren gestohlen. 1945 wartete er in einem Kriegsgefangenenlager in Ungarn(!) auf den Abtransport nach Sibirien. Ungarische Wachleute erkannten ihn als DEN Fritz Walter(denn der Fritz Walter war auch zu jenen Zeiten eine berühmte Figur) und er wurde Teil der Lagermannschaft, was ihn vor dem Abtransport ins ferne Sibirien bewahrte. Auch das gehört zum Teil der Legende(n) um Fritz Walter - ungarische Wachleute machten es möglich, daß Fritz Walter und sein Team den unschlagbaren Ungarn 9 Jahre später in Bern die höchste Krone des Fussballes verwehrten. Jahre später sagte Walter einmal, daß er in seinem Leben so viel Glück gehabt hätte, wie zehn andere Männer nicht zusammen. Und das er deswegen diese Erfolge gehabt hätte. Er sah dabei so aus, als wenn er sich ein wenig schämte. Fritz Walter war bescheiden, fast demütig. Man sagte ihm äusserste Sensibilität nach, auch Selbstzweifel. Unvergessen das Bild, als sein Bruder Otmar Walter ihn auf dem Feld heftig schüttelte, als dieser ein Spiel aufgegeben hatte. Aber wenn Fritz Walter "einen Tag" hatte, dann war jener Walter unwiderstehlich. Als junger Mann sah mein Vater jenen Fritz Walter ein paar mal live und er sagte, das sei eine Offenbarung gewesen. Perfekte Behandlung des Balles. Pässe wie auf dem Reissbrett entworfen, der unumstrittene Herrscher und Beherrscher des Spielfeldes. Walter - der 1951 ein gewaltiges Angebot von Atletico Madrid ablehnte und lieber in der Pfalz blieb - wurde zur Ikone. 1958 holte ihn Herberger noch einmal zur Ländermannschaft zurück und der "alte Fritz" spielte noch einmal ein gewaltiges Turnier, bevor er gegen die Schweden im Halbfinale verletzt vom Platz getragen werden musste.

      Fritz Walter wurde danach Trainer(brachte den SV Alsenborn mehrere Male in die Aufstiegsrunde zur Bundesliga). Fritz Walter wurde erfolgreicher Unternehmer, Aber vor allem war Fritz Walter Fritz Walter. Als lebende Legende reiste er durch die Bundesrepublik. Hatte Signierstunden. Wurde überall eingeladen. Besuchte Strafgefangene in der Justizvollzugsanstalt und machte ihnen Mut. Fritz Walter war Ehrenspielführer der Nationalmannschaft. Fritz Walter war gleichsam populär wie aber auch eine ferne, entrückte Gestalt aus längst vergangenen märchenhaften Zeiten.

      Die Legende Fritz Walter wäre also am 31.10.20 100 Jahre alt geworden. Als er 2002 verstorben ist - ich erinnere mich - ertappte ich meine Vater dabei, als er ein paar Tränen vergoss. Ich habe so getan, als wenn ich es gar nicht gesehen habe. Mein Gott, Männer weinen doch nicht. Und harte Männer wie mein alter Herr schon gar nicht. Dabei war es mir selber zum Heulen, denn mit all diesen märchenhaften Legenden um Fritz Walter und sein Team, den Helden von Bern, war ich doch gross geworden. Und so denke ich heute mit sehr warmen Erinnerungen an diesen Gründungsvater unserer Republik.
      Annette, Carina, Doris, Helgart, Karin und Karin, Katja, Susanne und Susanne, Bärbel, Bianca, Monika, Miriam, Soleine, Guendolee, Astrid, Birgit, Charlotte Peter und Peter, Pitter, Jens und Jens, Robert, Marcus, Markus, Rainer, Reiner, Alexander, Sacha, Drazen, Musa, Gregory, Walther, Willy, Addy, "Cowboy", Harry, Mario, Hartmut Dragana :love: und Andrea <3
    • Jeder hat seinen "Best Player of all times", auch wenn sie zu verschiedenen Zeiten und auf verschiedenen Positionen gespielt haben. Von daher gibt es für mich einige Spieler, die für diese Bezeichnung in Frage kommen. Für mich ist einer dieser Größen Johan Cruyff.



      Genial ist der Elfmeter bei 9.00 Minuten.
      Die Intelligenz verfolgt Dich, aber Du bist schneller.
    • Ruud schrieb:

      Jeder hat seinen "Best Player of all times", auch wenn sie zu verschiedenen Zeiten und auf verschiedenen Positionen gespielt haben.
      Beste Spieler aller Zeiten - die i c h gesehen habe: Maradona - Cruyff - Beckenbauer - Pele

      Mein Vater hat die erwähnten auch alle gesehen und behauptet, daß sie alle gegen Alfredo di Stefano kleine Jungs waren.

      Begründung: Spielte in einem Spiel Verteidiger, Mittelläufer(so hiess das damals), Mittefeld offensiv wie defensiv und Stürmer....

      OK - ich war jedenfalls so begeistert von den Erzählungen, daß ich einen unserer Hunde "Alfredo di Stefano" getauft habe.


      Und generell muss man natürlich sagen, daß man bei einer solchen Wahl wirklich aussergewöhnlich gute Fussballspieler aussen vor lässt. Matthäus beispielsweise hat mit seiner Dominanz geprägt. Die Italiener Baresi und Maldini waren aussergewöhlich gute Abwehrspieler, auch spielerisch. Die Deutschen Kohler und KH Förster waren unglaublich gute Abwehrspieler im Zentrum der Verteidigung. Ein Wolfgang Overath war - als Turnierspieler - in einer deutschen Nationalmannschaft schier unersetzlich. Was ist mit einem Spieler wie Ryan Giggs, der Manchester United 20 Jahre lang entscheidend geprägt hat?! Wie sortiere ich den grossen italienischen Regisseur Pirlo ein?! Wie bewerte ich die aussergewöhnlichen Leistungen von Torleuten wie Jaschin, Maier, Zoff, Buffon, Schumacher, Kahn und Neuer?!

      Was ist mit dem fantastischen Marco van Basten?!

      Und vor allem: Wie gehe ich mit den Leistungen des besten Stürmers aller Zeiten um - mit Gerd Müller?!
      Annette, Carina, Doris, Helgart, Karin und Karin, Katja, Susanne und Susanne, Bärbel, Bianca, Monika, Miriam, Soleine, Guendolee, Astrid, Birgit, Charlotte Peter und Peter, Pitter, Jens und Jens, Robert, Marcus, Markus, Rainer, Reiner, Alexander, Sacha, Drazen, Musa, Gregory, Walther, Willy, Addy, "Cowboy", Harry, Mario, Hartmut Dragana :love: und Andrea <3
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      Nix schnauft...,.

      Es gilt die Erinnerung an Helden der Vergangenheit hoch zu halten

      Alfredo di Stefano

      Vor 90 Jahren wurde einer der Allergrössten des Fussballsportes geboren - der Argentinier
      Alfredo di Stefano.
      Beckenbauer, Cruyff, Maradona, Pele, die ich alle mehrfach live gesehen hatte, waren gegen den grossen "Don Alfredo" nur kleine Jungs..

      Alfredo di Stefano war einer der herausragenden Spieler der Welt( neben Giggs und George Best), denen es niemals vergönnt war, daß sie an einer WM teil nahmen. Bei di Stefano war ein Grund dafür seine wahrlich bunte Lebensgeschichte.

      EIn Star war er schon mit 20, als er in Argentinien spielte und die Argentinier - nicht die Brasilianer oder die Uruguayer das herausragende Team des Kontinentes waren. Schwierigkeiten in Argentiniens Liga führten dazu, daß er nach Kolumbien ging und dort für damals herausragendes Geld in Kolumbiens Liga spielte (und die Kolumbianer holten seinerzeit die Topstars aus Südamerika in ihr Land).
      Di Stefano wurde 2 x in Argentinien und 4 x in Serie in Kolumbien Meister und wurde 1952 bei einem Freundschaftsspiel gegen Madrid von den Madrilenen "entdeckt". Derart gross war die Kunst des argentinischen Nationalspielers, daß die Madrilenen ihn unbedingt verpflichten wollten. Nach einem unsäglichen Wechseltheater heuerte - auch Barcelona wollte die Stefano unbedingt - kam der spanische Verband zu einer einmaligen Lösung. Di Stefano sollte 1953/54 und 54/55 für Madrid spielen und die darauf folgenden zwei Jahre für Barcelona. Dieses trat allerdings zurück und di Stefano dirigierte ab der Saison 1953/54 Real Madrid.
      Er wurde mit den Madrilenen sofort Meister und führte dann das "Weisse Ballett" ab der Saison 1955/56 in den neu gegründeten Wettbewerb des "Europapokals der Landesmeister". Und begründete seinen Weltruhm. Real wurde von 1956 bis 1960 fünfmal in Serie Europapokalsieger - mit Legenden wie Santamaria, Gento, dem fantastischen Ungarn Puskas. Aber der grösste Stern am Firmament von Real und von ganz Europa war Alfredo di Stefano. Verteidiger, Mittelläufer, Einfädler, Regisseur und Vollstecker in Personalunion.Ein kompletter Spieler mit einem für damalige Verhältnisse schier unfassbaren Laufpensum. Di Stefano - der neben seinen Erfolgen im Europapokal 8 x spanischer Meister wurde - war der unumstrittene Matador in Madrid.
      Was er sagte, galt. Und er war eine schier erdrückende Persönlichkeit, das mussten selbst überragende Spieler wie Raymond Kopa, der grosse französische Star und Didi - doppelter Weltmeister mit Brasilien 1958 und 1962 - zum Teil leidvoll erfahren. Di Stefano`s Eleganz und seine ureigenen Qualitäten liessen die anderen weit im Schatten zurück. Wer sich einordnen konnte, der spielte mit, wer nicht, der musste gehen. Didi konnte sich nicht einordnen und musste gehen. Kopa und Puskas - vor allem der Ungar - machten es schlauer.

      Alfredo di Stefano erzielte während seiner Zeit in Madrid über 300 Tore in Pflichtspielen, erst der grosse Raul übertraf seine Tefferzahl, brauchte aber mehr Pflichtspiele dafür. Di Stefano wurde Weltpokalsieger, 2x Europas Fussballer des Jahres(als es noch keinen Weltfussballer gab) und trat erst 1964 als Spieler von Real zurück. Nichts ganz im Frieden, er war ein streitbarer Geist, dieser di Stefano.

      1967 kamen zu seinem Abschiedsspiel 130.000 Leute nach Bernabeu um Don Alfredo ihre Aufwartung zu machen.

      Nach seiner Sportlerkarriere trainierte di Stefano erfolgreich in Spanien und Argentinien. Als Pensionär war er lange die "Graue Eminenz" von Real Madrid. Gefürchtet wegen seiner klaren Analysen und seiner klaren Worte. Alfredo di Stefano war der erste Welt umfassende Star des Fussballes , ein Spieler der folgendes Credo verfolgte:"Ein 5:4 ist mir lieber als ein 1:0. Aber am liebsten ist mir ein 5:0".

      Alfredo di Stefano verstarb am 07.07.2014 während der Fussballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien.
      Annette, Carina, Doris, Helgart, Karin und Karin, Katja, Susanne und Susanne, Bärbel, Bianca, Monika, Miriam, Soleine, Guendolee, Astrid, Birgit, Charlotte Peter und Peter, Pitter, Jens und Jens, Robert, Marcus, Markus, Rainer, Reiner, Alexander, Sacha, Drazen, Musa, Gregory, Walther, Willy, Addy, "Cowboy", Harry, Mario, Hartmut Dragana :love: und Andrea <3
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      Bolzano schrieb:

      Diego Armando Maradonna zum 60. Geburtstag

      Glückwunsch dem kleinen Dicken zum Sechzigsten :`´

      Nach der Weltmeisterschaft 1986 stand für mich fest - diesen Diego Armando Maradona muss ich einfach einmal live sehen. Und diesen Vorsatz habe ich wahr gemacht, denn ich sass im November 1986 im Stadion von Juventus Turin - wo eben Juventus Turin gegen den SSC Neapel spielte. Neapel, das war der Verein zu welchem Maradona 1984 aus Barcelona gewechselt war. Von einem Weltklub zu Nobodies. Verachtete Habenichtse. Verachtet - insbesondere von den reichen Klubs aus dem Norden Italiens. Vereinen wie Inter und AC Mailand oder wie eben Juventus Turin. Die "alte Dame", schon damals Rekordmeister. UEFA Pokalsieger. 1985 Gewinner des europäischen Meisterpokales, eine grosse Nummer im italienischen und europäischen Fussball. Michel Platini, der grosse Franzose, führte die Turiner an.

      Italienischen Fussball in den 80ern - eine besondere Härteprobe. Ultra defensiv. In der Saison 86/87 keine 2 Tore durchschnittlich im Spiel(Empoli blieb mit 13 geschossenen Toren in der Liga. DREIZEHN!!). Die Verteidiger traten auf alles, was sich bewegte. Und sie durften das auch grössten Teiles ungestraft. Spieler wie Maradona oder auch Platini wurden auf eine Art und Weise Manngedeckt, die man heute für schlichtweg unmöglich halten würde. Wobei Maradona - weil er einen Tick weiter vorne al Platini spielte - es noch mehr auf die Socken bekam wie der Franzose. So auch in diesem Spiel in Turin, wo der kleine Argentinier massiv bearbeitet wurde - ohne das der Schiedsrichter es für nötig befand, hart durch zu greifen. Wobei - Maradona hielt das aus. Der Argentinier war zwar klein, aber ungemein kompakt und stark. Oft genug trafen die Tritte ihn nicht einmal und wenn, dann nahm er sie meistens ungerührt hin. Das er der beste Spieler auf dem Platz war, das war überdeutlich. Trotz eines Michel Platini, trotz des jungen Michael Laudrup. Halbzeit 0:0. Fünf Minuten nach Halbzeit macht besagter Laudrup das 1:0 für Juventus. Wer gemeint hat, daß der Favorit jetzt endgültig Oberwasser bekommt, der hat sich getäuscht. Neapel ist die bessere Mannschaft und ihr genialer Lenker ist Maradona - da helfen auch alle miesen Tricks und Tretereien nichts. In Minute 73 und 75 gleichen die Süditaliener aus bzw. gehen in Führung und Maradona schiesst zwar nicht die Tore aber bereitet sie genial vor. Kurz vor Schluss 3:1 für Neapel, die endgültige Entscheidung. Ich habe Maradona live gesehen - was für ein Fussballer. Ein Naturereignis.

      Diese Kunst hatte er der Welt indes schon vorher gezeigt. Bei der WM 1982 hatte man ihn noch aus dem Turnier getreten, bei der WM 86 machte Maradona was er wollte. Argentinien hatte eine brauchbare Mannschaft. Spieler wie Burruchaga und Valdano, Pumpido im Tor - das war schon was. Aber diese Argentinier wären nicht einmal ins Viertelfinale gekommen ohne Maradona. Was der in Mexiko 1986 spielte, das war nicht von dieser Welt. Unfassbar sein Solo an sechs Engländern vorbei im Viertelfinale(unfassbar allerdings auch sein Handtor beim gleichen Spiel). Unfassbar sein Anspiel auf Burruchaga im Endspiel gegen Deutschland. Selten hat ein Mann alleine eine Mannschaft so getragen.

      Maradonas Spiel, Maradonas Extravaganzen, Maradonas Leben nach der aktiven Karriere - Raum für eine Serie mit 1000 Folgen. Er hätte sich fast umgebracht, der kleine Argentinier. Skandale ohne Ende - um Frauen, um Drogen, um Verbindungen zur Mafia. Legendär seine Auftritte bei Fidel Castro.....Heute wird Maradona also 60 Jahre. Obwohl er für 120 Jahre gelebt hat - man kann kaum fassen, daß er angesichts all dessem was er durch litten hat oder was er sich selbst angetan hat überhaupt 60 Jahre geworden ist.

      Zurück zu diesem Spiel in Turin, welches eine Art Zäsur ein läutete. Es war der Auftakt dafür, daß die verachteten Nobodies aus Süditalien die Meisterschaft gewannen - am Ende der Saison stand es fest. Eine Sensation war das. Nie hatte Neapel auch nur irgendetwas erreicht. In der Saison bevor Maradona kam, wäre man um ein Haar abgestiegen. Und jetzt das. Damit nicht genug - Neapel wurde mit Maradona nochmals Meister, wurde Pokalsieger und holte den UEFA Cup. Maradona wurde in Neapel heilig gesprochen, die Verehrung für ihn kennt bis heute keine Grenzen. Auch das macht Maradona aus - die grenzenlose Verehrung mit dem ihm viele Anhänger trotz all seiner Fehler die Treue halten.

      Es wird oft diskutiert - wer ist denn der beste Spieler aller Zeiten. Messi, Ronaldo, Pele, Beckenbauer, Cruyff, Zidane, etc......Meine Antwort lautet Maradona. Alle, die ich nannte, spielten zu ihrer Zeit bei grandiosen Klubs und feierten Erfolge, weil sie Mitspieler von höchsten Graden hatten. Mitspieler, die selber unbestrittene Weltklasse hatten. Messi spielte mit Xavi, Iniesta, Henry und Konsorten. Ronaldo spielte x Grössen von Real. Pele hatte das seinerzeit übermächtige Starensemble des FC Santos um sich. Beckenbauer hatte Maier, Breitner, Hoeness und vor allem Gerd Müller. Cruyff mit Neeskens und Rep und Rensenbrink und Krol. Zidane - die Galacticos des Real Madrid. Maradona hatte nicht niemand, aber nicht annähernd solche Koryphäen um sich. Jorge Valdano, der Stürmer Argentiniens und Real Madrids hat es gesagt:"Spielte man mit Maradona, konnte man vor dem Spiel gut schlafen. Man wusste immer, daß er den Unterschied machte". Diego Maradona wird heute 60 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch, Diego Maradona - bester Spieler aller Zeiten.
      Jetzt, kurz nach seinem 60. Geburtstag ist er von uns gegangen. Das Kokain hat ihn kaputt gemacht. Wie so viele Andere.

      Gott hat nun wieder beide Hände, schade um diesen irren (in jeglichem Sinne) Fußballspieler.

      GOAT for sure. :gott:
      Annette, Carina, Doris, Helgart, Karin und Karin, Katja, Susanne und Susanne, Bärbel, Bianca, Monika, Miriam, Soleine, Guendolee, Astrid, Birgit, Charlotte Peter und Peter, Pitter, Jens und Jens, Robert, Marcus, Markus, Rainer, Reiner, Alexander, Sacha, Drazen, Musa, Gregory, Walther, Willy, Addy, "Cowboy", Harry, Mario, Hartmut Dragana :love: und Andrea <3
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      Äh- dumm,dumm?
      Da will doch wirklich so ein Fußballfuzzy erwirken, dass zu Ehren von Maradonna NIE MEHR weltweit die Nummer 10 vergeben werden soll ? Spinnt der?
      Maradonna war ein guter Fußballe, aber auch ein Ganove und Dealer.
      He, du IQ loser Fuzzy, bleib mal aufm Teppich !
      RedBull...Dieselfahrtverbot...Greta...DUH...VfB-Stuttgart... Elektroauto...da sch..ß ich drauf .Wasserstoffauto ist die ZUKUNFT ! CO2 frei !
      Kaltenbach / Rapp neue Trainer, wenn...?
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      Empfinde diverse Wörter aktuell deplatziert!

      Eine Rückennummer zu sperren jedoch ebenfalls.
      Eine nette Idee fände ich, eine kleine 10 unter dem
      Kragen auf der Brust zu platzieren.
      Maradona kam aus der Gosse und wurde zum Teil
      weit über Gottgleich gehypt. Dies muss erst einmal
      verkraftet werden.
      Damit möchte ich ihm keinen Freibrief ausstellen.
      Auf SWR3 haben sie es heute treffend gesagt:
      Maradonas Problem war irgendwann, Maradona
      sein zu müssen ...
      :cup:
      :H LeTSGo Hoffe!!!
    • Neu

      "Maradonas Problem war irgendwann, Maradona sein zu müssen ..."

      Wie wahr, daran sind noch ganz andere Grössen tragisch zerbrochen, da war Diego nicht alleine.

      Das weltweite Verbot der Nr. 10 ist Unsinn.

      Ok, es gibt ne Sportart, wo wohl die Nr. 99 nie mehr beflockt werden wird. The Great One :gott: :messias:
      Annette, Carina, Doris, Helgart, Karin und Karin, Katja, Susanne und Susanne, Bärbel, Bianca, Monika, Miriam, Soleine, Guendolee, Astrid, Birgit, Charlotte Peter und Peter, Pitter, Jens und Jens, Robert, Marcus, Markus, Rainer, Reiner, Alexander, Sacha, Drazen, Musa, Gregory, Walther, Willy, Addy, "Cowboy", Harry, Mario, Hartmut Dragana :love: und Andrea <3
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      1899Bursche schrieb:

      Man hört leider nichts mehr von Boris Vucevic.
      Das ging mir letzt auch durch den Kopf!


      Obwohl, @Bursche, vielleicht der falsche Faden? Eine Fussball-Legende ist Boris nicht, oder?
      Annette, Carina, Doris, Helgart, Karin und Karin, Katja, Susanne und Susanne, Bärbel, Bianca, Monika, Miriam, Soleine, Guendolee, Astrid, Birgit, Charlotte Peter und Peter, Pitter, Jens und Jens, Robert, Marcus, Markus, Rainer, Reiner, Alexander, Sacha, Drazen, Musa, Gregory, Walther, Willy, Addy, "Cowboy", Harry, Mario, Hartmut Dragana :love: und Andrea <3