#18 Wouter BURGER

  • Er hat sich in der härtesten 2. Liga der Welt bewiesen. 24 Mannschaften, 46 Spieltage, dazu 2 Pokalwettbewerbe, selbst für die schlechtesten Teams sind das mindestens 48 Saisonspiele. Er sollte auf jeden Fall wissen, was hartes Arbeiten bedeutet. Davon können wir gar nicht genug bekommen. In diesem Fall bin ich vorsichtig optimistisch.

    Edited 2 times, last by Archie (July 26, 2025 at 1:51 AM).

  • Der Kicker schreibt u.a. auch zu ihm dazu: " Mit ihm sowie Prömel und Avdullahu steht TSG Coach Ilzer eine der am besten besetzten Mittelfeldzentralen der Liga zur Verfügung". Sowas liest sich sehr gut!!

  • Die Sperre über zwei Spiele ist hart, weil auf den Fernsehbildern klar zu sehen ist, dass es sich eben nicht um eine absichtliche Aktion handelte und dass diese auch nicht von hinten erfolgt ist.
    Wegen der offenen Sohle kann man anstelle der gelben Karte schon rot geben ABER der Verhältnismäßigkeit halber muss man bei einer Grenzentscheidung die ja erst durch den Videobeweis in diese Richtung entschieden wurde dann auch mal die Kirche im Dorf lassen.

    Etwas hypothetisch… wäre ein Kimmich oder Keane auch mit zwei Spielen Sperre belegt worden … sicherlich nicht.

    Aber wir werden gestärkt daraus hervorgehen. Prömel und Damar werden Spielpraxis bekommen und Wouter kann sich mal ausruhen für die dann entscheidende Phase …

    :H

  • Slot beeindruckte den TSG-Achter

    Durch vier Länder Richtung Ideal: Burgers eigenwilliger Karriereplan

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    vor 7 Stunden

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    Wouter Burger schlug bei der TSG Hoffenheim sofort ein. Dabei kommen ihm zahlreiche Komponenten zugute, die er sich auf seinen Stationen in vier verschiedenen Ländern aneignete. Ziemlich beeindruckt hat ihn bei dieser Bildungsreise der heutige Liverpool-Trainer Arne Slot.

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    Übertraf die Erwartungen in Hoffenheim: Wouter Burgerimago images

    Am 16. Februar feierte Wouter Burger seinen 25. Geburtstag. Und dennoch sieht sich der erfahrene Profi auf seiner mittlerweile vierten Station im vierten Land weiterhin im Status eines Lehrlings. Ein Azubi aus Berufung sozusagen. Während andere lieber gleich in ihrer Komfortzone verharren oder sich eher von den Zwängen des Marktes über den Kontinent treiben lassen, nahm der Niederländer bewusst den steinigen Weg. Aber mit gezielt gewählten Stationen, die ihn als Fußballer und als Persönlichkeit forderten und förderten. Ein Bildungs-Reisender in eigener Sache.

    "Ich war im Kopf immer ein bisschen älter als im Ausweis. Ich musste früh erwachsen sein, das hat mich schnell reifen lassen", verriet Burger im TSG-Magazin Spielfeld. Schon als Kind tauschte das Talent das behütete Dorf-Ambiente in Oud-Beijerland gegen Akademien in Rotterdam ein, erst bei Excelsior, ab 2013 dann bei Feyenoord.


    Die Profi-Karriere von Wouter Burger

    • Von 2018 bis 2020: Feyenoord Rotterdam
    • 2020 bis 2020: Excelsior Rotterdam
    • 2020 bis 2020: Feyenoord Rotterdam
    • 2020 bis 2021: Sparta Rotterdam
    • 2021 bis 2021: Feyenoord Rotterdam
    • 2021 bis 2023: FC Basel
    • 2023 bis 2025: Stoke City
    • Seit 2025: TSG Hoffenheim
    • zum Spielerprofil

    Aber auch den Großklub der Eredivisie verließ Burger recht früh in der Karriere und wechselte schon mit 20 in die Schweiz zum FC Basel. "Ich hätte in meiner Komfortzone bleiben und auf meine Chance warten können. Aber Feyenoord dachte damals darüber nach, mich als Innenverteidiger auszuprobieren - ich sah mich nicht auf dieser Position", blickt der Mittelfeldspieler zurück. "Es fühlte sich wie der perfekte Moment an, die Niederlande zu verlassen und woanders neu anzufangen, wo man mich komplett nach meiner Leistung beurteilt."


    Dennoch denkt Burger fasziniert an die finale Phase bei Feyenoord zurück. Denn die erlebte er unter dem heutigen Liverpool Coach Arne Slot. "Wie er Dinge erklären konnte, wie er die Kultur in der Mannschaft auf natürliche Weise verändert hat, das fand ich richtig beeindruckend."

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    Arne Slot hinterließ bei Wouter Burger nachhaltigen Eindruck.imago images/ANP

    In Basel vollzog Burger den Schritt zum Stammspieler in einer spielstarken, offensiv ausgerichteten Mannschaft und sammelte zugleich erste internationale Erfahrung auf Klubebene. Die hatte er in den Auswahlteams der Niederlande schon reichlich genossen. Insgesamt 60 Juniorenländerspiele (zwölf Tore) häufte Burger bis zur U 21 an und wurde mit der U 17 sogar Europameister. Seite an Seite etwa mit dem vormaligen Bayern-Spieler und heutigen Liverpool-Star Ryan Gravenberch oder den Timber-Zwillingen Quinten (Olympique Marseille) und Jurrien (FC Arsenal).

    Nach zwei Jahren in der Schweiz musste Burger mangels Marktchancen erkennen, dass ihm noch Rüstzeug fehlte auf dem Weg in eine Top-Liga. Also packte der Bildungs-Reisende für die nächsten Auslandssemester erneut die Koffer und heuerte in England bei Zweitligist Stoke City an. "Viele junge Spieler machen in der Championship gute Fortschritte. Ich wollte mein Spiel intensiver, physischer und defensiv stärker machen, um kompletter zu werden", erläutert der Karriereplaner. Der vermeintliche Rückschritt "hat sich ausgezahlt", resümiert Burger nach zwei Jahren auf der Insel, "es war für mich der Beweis, dass ich bereit bin für eine Top-5-Liga".

    Quote

    Diese Box-to-Box-Rolle war auch schon in meiner Jugend meine liebste Position, das hilft mir und das hilft dem Spielfluss der TSG.

    Wouter Burger

    Und wie. Der als Ersatz für den nach England zu Leeds United abgewanderten Anton Stach für nur vier Millionen Euro geholte Burger hat in Hoffenheim seine und sämtliche Erwartungen weit übertroffen. "Das Niveau hier ist natürlich höher, alles geht noch schneller, deswegen kam ich nach Hoffenheim, um mein Spiel aufs nächste Level zu heben", erklärt der leidenschaftlich Lernende. Das ist ihm eindrucksvoll gelungen. In seiner Rolle und im Spielstil von Cheftrainer Christian Ilzer kann Burger seine auf den vorherigen Stationen verfeinerten Komponenten gebündelt ausleben.

    Etwas vor dem Ankerspieler und Strippenzieher auf der Sechs Leon Avdullahu postiert, toben sich Burger, Grischa Prömel oder Andrej Kramaric in Tiefe und Breite des Spielfeldes enorm variabel aus. "Diese Freiheit genieße ich. Diese Box-to-Box-Rolle war auch schon in meiner Jugend meine liebste Position, das hilft mir und das hilft dem Spielfluss der TSG", betont Burger, der eine gewinnbringende Symbiose bildet aus seiner stattlichen Statur (1,91 Meter), der englischen Härte, der Schweizer Präzision und der niederländischen Technik und Finesse, "das macht uns sehr schwer ausrechenbar." Die Zahlen belegen das, alle drei Hoffenheimer Zentrumspieler sind unter den Top-Scorern vertreten.


    Burger wäre allerdings nicht Burger, wäre er mit dem Erreichten zufrieden. "Die Champions League muss das Ziel sein, wenn du in so einer guten Position bist", sagt der notorische Ehrgeizling, "wir wissen aber ganz genau, dass wir weiter- und es auch noch besser machen müssen. Aber wir haben nichts zu verlieren, niemand hat am Anfang der Saison so etwas von uns erwartet. Wir haben diese Motivation als Mannschaft und wollen Großes erreichen. Die Chance ist da."

    Die leise Hoffnung auf eine Nominierung

    Womöglich öffnet ihm das Hoffenheimer Hoch auch noch eine andere, bislang fest verschlossene Tür: die in die A-Mannschaft der Niederlande. "Man weiß nie, es ist Fußball, da ist alles möglich, da passieren manchmal verrückte Dinge. Manchmal schaffen es Spieler aus dem Nichts in die Startelf, solche Geschichten gab es auch schon in Deutschland und bei uns in den Niederlanden auch", weiß Burger und hegt weiter leise Hoffnung.

    "Ich muss auch sagen, die Mittelfeldspieler in Holland sind richtig gut, sie spielen in Barcelona, Manchester oder Liverpool. Der Nationaltrainer hat sicher schon 20 Spieler für die WM im Kopf, daneben gibt es vielleicht noch fünf oder sechs Kandidaten, die noch dazukommen könnten. Ich gehe meinen Weg weiter, um noch besseren Fußball zu spielen. Vielleicht kriege ich eine Chance."

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    Absolvierte zahlreiche Spiele für die U-Nationalmannschaften der Elftal: Wouter BurgerIMAGO/Artur Stabulnieks

    Seine persönlichen Grenzen sieht der Grenzgänger jedenfalls noch nicht erreicht. "Ich bin gerade erst 25 geworden und noch lange nicht am Limit", ahnt Burger. Auch die TSG könnte auf seinem eigenwilligen Karriereweg durchaus nur eine Etappe oder Episode bleiben. Dem Vernehmen nach erkundigen sich bereits wieder englische Klubs nach dem Aufsteiger, diesmal aber aus der Premier League. Es scheint nicht ausgeschlossen, dass der Linksfüßer, der bislang nur sein schwächeres Bein mit Tattoos übersät hat, sich schon in diesem Sommer auf die nächste Fortbildung einlässt.

    "Fußball ist Fußball, da kann man nie sagen, ich bleibe zu 100 Prozent", weiß Burger, "aber ich bin sehr glücklich, hier und in Deutschland zu sein wegen meiner Freundin. Wir haben eine sehr schöne Wohnung gekauft und nicht den Plan, gleich wieder wegzugehen." Seine Cora, die er im Urlaub auf Mallorca kennenlernte, stammt aus Esslingen, begleitete ihn schon nach Stoke und genießt nun wieder die Heimatnähe. Und sollte Hoffenheim tatsächlich in die Königsklasse einziehen, wäre Burgers Fußballseminar auf dem nächsten Level auch ohne Umzug möglich.

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