FIFA: Neue Tortechnik und was machen die Traditionalisten?

    • FIFA: Neue Tortechnik und was machen die Traditionalisten?

      Fußball: Digitale Augen sehen mehr
      FIFA setzt in Brasilien erstmals Torlinientechnik ein
      Von Tim-Hannes Schauen

      Die FIFA testet in Brasilien erstmals eine Torlinientechnologie namens GoalControl: 3D-Kameras im Stadion schießen Bilder, erfassen die zentimetergenaue Position des Balls, eine ultraschnelle Netwerktechnik überträgt die Daten zu einem Rechner. Überquert der Ball die Linie, vibriert eine Uhr am Handgelenk des Schiedsrichters.
      ...
      Fußballer sind Traditionalisten
      Die Kosten beziffert GoalControl pro Stadion auf circa 200.000 Euro. Andere Sportarten setzen elektronische Helfer schon länger ein: Im Tennis zum Beispiel werden bei wichtigen Turnieren die Begrenzungslinien seit über zehn Jahren mit dem "Hawk-Eye" elektronisch überwacht: vier Kameras scannen den Platz, ein Computer wertet die Bilder permanent aus. Sind sich Schiedsrichter und Spieler nicht einig, ob ein Ball "in" oder "out" war, hat der Spieler mehrmals pro Satz das Recht, die Auswertung des Hawk-Eyes zu verlangen. Cricket und Snooker setzen ebenfalls auf das digitale Auge. Beim Eishockey ist der Videobeweis zugelassen. Dass der Fußball recht konservativ ist und auf solch zusätzliche Technik bisher verzichtet hat, wundert den Kölner Sportjournalisten Volker Schulte nicht.

      Volker Schulte: "Also Fußballer und Fußballfunktionäre und Fußballfans - da gibt es sehr, sehr viele Traditionalisten, und Technik ist dann erstmal etwas, was die Tradition bedroht,
      dradio.de/dkultur/sendungen/ewelten/2141713/
      Unvergeßene Momente, diese Spiele jeweils am 34. Spieltag:
      18.05.2008 TSG 1899 Hoffenheim - SpVgg Greuther Fürth 5:0
      18.05.2013 Borussia Dortmund - TSG 1899 Hoffenheim
      1:2
      12.05.2018 TSG 1899 Hoffenheim - Borussia Dortmund 3:1

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von tsgfan ()

    • tsgfan schrieb:

      Fußball: Digitale Augen sehen mehr
      FIFA setzt in Brasilien erstmals Torlinientechnik ein
      Von Tim-Hannes Schauen

      Die FIFA testet in Brasilien erstmals eine Torlinientechnologie namens GoalControl: 3D-Kameras im Stadion schießen Bilder, erfassen die zentimetergenaue Position des Balls, eine ultraschnelle Netwerktechnik überträgt die Daten zu einem Rechner. Überquert der Ball die Linie, vibriert eine Uhr am Handgelenk des Schiedsrichters.
      ...
      Fußballer sind Traditionalisten
      Die Kosten beziffert GoalControl pro Stadion auf circa 200.000 Euro. Andere Sportarten setzen elektronische Helfer schon länger ein: Im Tennis zum Beispiel werden bei wichtigen Turnieren die Begrenzungslinien seit über zehn Jahren mit dem "Hawk-Eye" elektronisch überwacht: vier Kameras scannen den Platz, ein Computer wertet die Bilder permanent aus. Sind sich Schiedsrichter und Spieler nicht einig, ob ein Ball "in" oder "out" war, hat der Spieler mehrmals pro Satz das Recht, die Auswertung des Hawk-Eyes zu verlangen. Cricket und Snooker setzen ebenfalls auf das digitale Auge. Beim Eishockey ist der Videobeweis zugelassen. Dass der Fußball recht konservativ ist und auf solch zusätzliche Technik bisher verzichtet hat, wundert den Kölner Sportjournalisten Volker Schulte nicht.

      Volker Schulte: "Also Fußballer und Fußballfunktionäre und Fußballfans - da gibt es sehr, sehr viele Traditionalisten, und Technik ist dann erstmal etwas, was die Tradition bedroht,
      dradio.de/dkultur/sendungen/ewelten/2141713/
      Ich fühl mich jetzt als Traditionalist jetzt mal angesprochen.

      Also ich halte die Torlinientechnik in der Tat für vollkommenen Quatsch. Aber nicht weil ich Angst habe, das die Technik meinen Sport kaputt mache, sondern weil ich sie für Überflüssig halte. Und das sage ich als jemand, der in der Region, wo GoalControl hergestellt wird, lebt. Die Firma ist ca 15 Km von mir entfernt, einige Mitarbeiter kenne ich persönlich und die Firma wird mit Sicherheit ein großer Arbeitgeber werden in der nächsten Zeit.
      Sind wir doch mal realistisch. Wir hatten in der abgelaufenen Saison 308 Spiele (inklusive Reli) + Pokal und dieverse internationale Auftritte, die man so im Kopf hat. Lassen wir es also mal bei ca 420 Spielen. An wie viele Szenen könnt Ihr Euch spontan erinnern, wo man diese Technik gebraucht hätte? Und wie viele davon wären dann noch Spielentscheidend gewesen? Ich denke, die Antwort tendiert gegen Null. In 420 Spielen! Also effektiv nenne ich was anders.

      Ich bin für neue Technik, wenn sie da ist und ebenfalls für neue Regelerweiterungen. Ein Beispiel, welches gravierender und effektiver wäre, wäre z.B. wenn man sowas auf eine Abseitsposition übertragen würde. Wäre, laut Aussagen der Mitarbeiter kein Problem. Jede Mannschaft bekommt wie im Eishockey ein, oder zwei mal pro Halbzeit die Möglichkeit, den Videobeweis anzufordern. Und schwupps, hätten wir ein viel größeres Problem gelöst und das mit der Torlinie geht immer noch. Das wäre sinnvoll!

      Mir würden da noch mehr Regeländerungen einfallen, aber hier geht es ja speziell um die Torlinientechnik.
      Wenn man tot ist, ist das für einen selbst nicht schlimm. Weil man ja tot ist. Schlimm ist es für die Anderen....

      Genauso verhält es sich, wenn man doof ist.....
    • Ich stimme Dir zu, Revenge. Es gibt vielleicht ein bis zwei Szenen, in denen es unklar ist, ob der Ball die Linie überschritten hat. Viel Bohei um wenig Effekt. Viel effektiver wäre sowas wie der Videobeweis wie im Hockey. Da hätte man mehr davon.
    • Ich zum Beispiel finde eh, man sollte sich etwas mehr auf das Regelwerk im Hockey schauen.
      Dort finde ich zum Beispiel die Regelung, das wenn der Schiri pfeift, keiner der Mannschaft gegen die gepfiffen wurde den Ball noch berühren darf, sehr gut. Tut er es doch, schwupp - Zeitstrafe. Das dann noch erweitern auf "vor den Ball stellen" und weg mit dem ruhenden Ball bei der Ausführung (also sofort weiter spielen) und schon wäre in meinen Augen unser geliebter Fuppes direkt ne Spur schneller und interessanter.

      Was mir, wo wir gerade beim Regelwerk sind auch noch so richtig auf den Sack geht, ist das ach so schöne Thema der Doppelbestrafung bei Notbremse und Elfmeter. Ich persönlich halte beide Regel, also die Jetzige und die Aufhebung, für nicht Durchdacht genug.

      Ich versuche es mal an einem einfach Beispiel zu erklären, was ich meine.

      Handspiel in Torwartmanier auf der Linie eines Feldspielers. Also ein Tor glasklar genommen. Ebenso zählt für mich die sogenannte 100%ige Torchance.

      Schiri pfeift, der Spieler bekommt nach den Wünschen der Medien keine rote Karte, und die andere Mannschaft verschießt. Glückwunsch! Alles ohne Strafe vollkommen richtig gemacht. Die Dummen sind dann die, die um ein Tor gebracht worden sind, und der Übeltäter lacht sich ins Fäustchen. Anders ebenso. Der Spieler bekommt die rote Karte, die Mannschaft trifft und es existiert die Doppelbestrafung. Wobei man darüber streiten kann, denn in meinen Augen ist es nur EINE Bestrafung, da das Tor eh passiert wäre. Aber das würde dann zu weit gehen.
      Der in meinen Augen richtige Ansatz wäre es dem Spieler bei einer Notbremse im Strafraum die rote Karte zu zeigen. Geht der Elfmeter rein, nimmt der Schiri die rote Karte sofort zurück. Verschießt der Spieler allerdings, bleibt die rote Karte bestehen. Und schwupps, keine Doppelbestrafung mehr.

      Das gilt dann natürlich nur für eine rote Karte die ausdrücklich wegen der Notbremse und nicht wegen der Schwere des Foulspiels gezeigt wurde.
      Wenn man tot ist, ist das für einen selbst nicht schlimm. Weil man ja tot ist. Schlimm ist es für die Anderen....

      Genauso verhält es sich, wenn man doof ist.....
    • TSGreloaded schrieb:

      Und dann werden Elfmeter absichtlich verschossen, damit der Platzverweis greift?
      Wenn ich dadurch nur unentschieden spiele, oder gar verliere anstatt nen Punkt zu holen, glaube ich, das er das letzte mal einen Elfer geschossen hat.

      Aber selbst wenn das so ist, wenn der Schütze meint, das wäre besser für das Team anstatt zu treffen, dann bitte. Der Gegenspieler hätte sich ja nur an die Regeln halten müssen, und die Gefahr würde nicht bestehen.

      Wenn ich doch den Spieler nicht in Form einer Karte bestrafe, dann ist das Risiko doch viel zu gering. Warum sollte er den Spieler denn laufen lassen? Er hat dann quasi die Möglichkeit ein glasklares Tor zu verhindern im Eintausch gegen einen Elfer der gehalten werden kann. Der Verlierer ist immer der Gefoulte, oder dessen Team. Derjenige der das Foul begeht, geht Null Risiko ein und verbessert noch die Chancen für seine Mannschaft. Das kann es auch nicht sein!
      Wenn man tot ist, ist das für einen selbst nicht schlimm. Weil man ja tot ist. Schlimm ist es für die Anderen....

      Genauso verhält es sich, wenn man doof ist.....
    • Worauf man bestimmt gut wetten könnte...! :smile:
      Unvergeßene Momente, diese Spiele jeweils am 34. Spieltag:
      18.05.2008 TSG 1899 Hoffenheim - SpVgg Greuther Fürth 5:0
      18.05.2013 Borussia Dortmund - TSG 1899 Hoffenheim
      1:2
      12.05.2018 TSG 1899 Hoffenheim - Borussia Dortmund 3:1